Familie Henze

Geschrieben von Jürgen Henze am in Ehemalige und neue Bürger, Familienforschung, Familiengeschichten

Hans Henze wurde 1904 als zweiter von drei Söhnen des Finanzbeamten Otto Henze und seiner Ehefrau Anna, geborene Schwarzkopf, in Söllichau bei Jüterbog in Sachsen-Anhalt geboren. Aufgewachsen in Berlin-Neukölln absolvierte er nach seiner Schulzeit eine Kaufmannslehre und fand zunächst Beschäftigung in verschiedenen Berliner Geschäften, unter anderem in der Teppichbranche.

1936 heirateten er und die kaufmännische Angestellte Edith Lein aus Berlin-Schöneberg, mit der er drei Söhne, Jürgen (1937), Rainer (1940) und Hartmut (1943), hatte.

Wohnhaft in Berlin-Treptow, arbeitete Hans Henze zunächst bei der Deutschen Reichsbahn und später bei der Deutschen Arbeitsfront, ehe er 1943 zur Wehrmacht eingezogen wurde. Den Krieg verbrachte er überwiegend an der Ostfront, wo er gegen Ende des Krieges in russische Gefangenschaft geriet. Er konnte jedoch fliehen und zog zu einem Kriegskameraden im Kreis Diepholz in Niedersachsen, auf dessen Bauernhof er eine Zeit lang als Knecht Beschäftigung fand.

Edith Henze ließ sich wegen der zunehmenden Luftangriffe auf Berlin 1943 mit ihren Kindern nach Masuren in Ostpreußen evakuieren. Als die Russen 1944 immer näher an die deutsche Reichsgrenze heranrückten, wurde sie mit ihren Kindern ins Sudetenland weiter evakuiert Von dort flüchtete sie nach Kriegsende in einem wochenlangem Fußmarsch zurück nach Berlin. Ihre Wohnung im sowjetischen Sektor der Stadt hatten inzwischen zwei kommunistische Familien mitsamt Inventar übernommen. So bemühte sie sich um Ausreise zum Zweck der Familienzusammenführung in die Britische Zone nach Niedersachsen, was ihr 1946 genehmigt wurde.

Mangels ausreichender Beschäftigung begab sich Hans Henze 1952 von Niedersachsen nach Rheinland-Pfalz, wo er einige Jahre als Angestellter bei der US Army und anschließend bis zu seinem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben auf dem Truppenübungsplatz Baumholder als Angestellter bei der Bundeswehr beschäftigt war.

Edith und Hans Henze sind 1991 beziehungsweise 1992 gestorben und haben ihre letzte Ruhe auf dem Friedhof von Baumholder gefunden.

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  • Jane Taubert / 30. Mai 2017:
    Dieser Eintrag kommt sehr spät, aber dafür umso herzlicher. Ich...
  • Walter Michael Scharf / 25. April 2017:
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