Weitere Literatur zur Familenforschung

Geschrieben von Klaus Böhmer am in Literatur zur Familienforschung

Grun, Paul Arnold:Schlüssel zu alten und neuen Abkürzungen.(Mit Beispielen und
Wörterbüchern alter deutscher Schriften) Starke Verlag Limburg,
Reprint 1966.
Jung, Rudi: Familienbuch Baumholder, ev.-reform., 1679-1798, Eigenverlag, Bonn 1992.
Jung, Rudi: Familienbuch der Evang.-Luther. Kirche Baumholder 1700-1822, Eigenverlag,
Bonn 1993.
Jung, Rudi:Kirchenvisitationsprotokoll des Oberamtes Lichtenberg, 1609, auch
Visitationsprotokoll von Konken genannt. Eigenverlag, Bonn 1993.
Fritz Licht/
Horst Conrad:
Häuser- und Familienchronik der Altstadt von Baumholder. In: Mitteilungen
des Vereins für Heimatkunde im Landkreis Birkenfeld und der Heimatfreunde Oberstein. Sonderheft 70, Verein für Heimatkunde im Landkreis Birkenfeld, Birkenfeld 2006, ISSN 0341-6992.
Loos, Walter Robert: Familienbuch der evangelischen Kirchengemeinde Baumholder, nebst den
untergegangenen Gemeinden des Truppenübungsplatzes von 1790-1930. Berlin 2010, ISBN 978-3-941216-17-4.
Loos, Walter Robert: Familienbuch Baumholder, Band 2, von 1801 bis in die Neuzeit
Ribbe, Wolfgang /
Henning, Eckart:
Taschenbuch für Familiengeschichtsforschung. 10. Aufl. Neustadt an der
Aisch 1990.
Weidler, Wilhelm /
Paul A. Grun /
Lampe Karl H.:
Latein I für den Sippenforscher. 2. Aufl. Limburg 1965.

Häuser- und Familienchronik der Altstadt von Baumholder

Geschrieben von Klaus Böhmer am in Literatur zur Familienforschung

Die Häuser- und Familienchronik der Altstadt von Baumholder ist eine akribische und mit vielen interessanten Zusatzinformationen und aussagekräftigen Fotos bereicherte Beschreibung der Anwesen im erweiterten Altstadtbereich von Baumholder. Darüber hinaus werden zu den einzelnen Gebäuden bau- und nutzungsgeschichtliche Entwicklungen beschrieben.

Einmalig ist jedoch die Chronik der Familien, die einstmals in diesen Häusern lebten. Zu jeder Familie finden sich ausführliche Informationen über Personen, Nachkommen und Verbleib, soweit dies ausfindig zu machen war. Mehr noch, anhand der Wechsel der Bewohner wurden familienkundliche Stränge soweit als möglich bis in die Gegenwart fortgeschrieben.

Aus heimat- und familienkundlichen Quellen, dem Baumholderer Häuserbuch von 1760, überliefertem Wissen und zahllosen Gesprächen mit heutigen Hausbesitzern, Einwohnern und Interessierten haben Fritz Licht und Horst Conrad 2006 eine grundlegende Zusammenstellung für die Geschichte der Häuser und den darin lebenden Familien über mehr als 250 Jahre vorgelegt.

Baumholderer Häuserbuch

Geschrieben von Klaus Böhmer am in Literatur zur Familienforschung, Literatur zur Heimatforschung

Das Baumholderer Häuserbuch von 1760 wurde von Gottlieb Wilhelm Spener zur steuerlichen Veranlagung der Hausbesitzer in Baumholder erstellt.
Das Buch enthält detailreiche Beschreibungen der einzelnen Anwesen und seit 1760 sind auch viele Besitzerwechsel vermerkt.

Es bietet über öffentliche und kirchliche Gebäude und Grundstücke vielerlei Informationen an. Auch die landwirtschaftliche Nutzung bzw. die Handwerksbetriebe in den Anwesen sind ersichtlich.

Bestandteil des Häuserbuches sind sehr schöne handgezeichnete Karten der Ortslage, in denen die beschriebenen Grundstücke abgebildet und registriert sind.

Das Häuserbuch liegt als Reproduktion und als digitale Ausgabe vor und kann bei der Verwaltung und der Evangelischen Kirchengemeinde eingesehen werden. Die Anfertigung von Auszügen und Kopien bedarf der Zustimmung der Stadt Baumholder.

Hinweise für die Familienforschung

Geschrieben von Klaus Böhmer am in Familienforschung

Kirchliche und öffentliche Urkunden

Für Baumholder und die jeweils verwaltungsmäßig oder kirchlich zugehörigen Ortschaften bestehen öffentliche und kirchliche Register der Geburten/Taufen, Heiraten und Sterbefälle.

  • Kirchenbücher der Evangelischen Kirchengemeinde BaumholderDie reformierten Kirchenbücher beginnen im Jahre 1679, die lutherischen Kirchenbücher kommen ab 1701 hinzu. Nach der Vereinigung der beiden Konfessionen wurden die Kirchen-bücher zusammengeführt. Die evangelischen Kirchenbücher befinden sich ab etwa 1900 im ev. Pfarramt; die früheren Kirchenbücher werden im Archiv der Ev. Kirche im Rheinland in Boppard aufbewahrt und können dort eingesehen werden. Die genaue Verteilung ergibt sich aus dem folgenden Verzeichnis:Verzeichnis der im Archiv der Ev. Kirche im Rheinland in Boppard aufbewahrten Kirchenbücher der ev. Kirchengemeinde Baumholder

  • Kirchenbücher der Katholischen Kirchengemeinde Baumholder
    Die Kirchenbücher der katholischen Pfarrei Baumholder beginnen 1661. Die Kirchenbücher von 1661 bis 1798 werden im Archiv des Bistums Trier aufbewahrt; ab 1798 bis zur Gegenwart befinden sich die Bücher im katholischen Pfarramt Baumholder.
  • Öffentliche Personenstandsregister
    Mit dem Einsetzen der französischen Verwaltung im Departement de la Sarre wurde die französische Zivilstandsregistratur als öffentliche Aufgabe eingeführt. Nach dem Wiener Kongreß wurde die öffentliche Beurkundung beibehalten. Die Führung der Kirchenbücher war während der französischen Herrschaft teils eingestellt, teils beibehalten worden. Anschließend – und seither – erfolgten die öffentlichen und kirchlichen Be-urkundungen parallel.Die verfilmten französischen Zivilstandsregister können im Landeshauptarchiv in Koblenz eingesehen werden. Die Urkunden des Kantons Baumholder befinden sich im Bestand 656,56.
    In Baumholder werden öffentlichen Personenstandsregister ab dem Jahr 1818 vom Standesamt geführt und dort aufbewahrt. Im Laufe der Zeit haben sich Grenzen und Zuständigkeiten geändert. Zurück bis ins Jahr 1818 reichen die Urkunden für folgende Gemeinden:
    Aulenbach, Ausweiler, Baumholder, Breungenborn, Eschelbacher Hof, Erzweiler, Frauenberg, Frohnhausen, Grünbach, Hammerstein, Hasbach, Homericher Hof, Mambächel , Reichenbach, Ruschberg, Ronnenberg.Die aktuellen Bestände und Zuständigkeiten können beim Standesamt (06783 81-0) erfragt werden.

Familienbücher

Die ältesten Kirchenbücher der Baumholderer Pfarreien wurden von Rudi Jung ausgewertet und systematisch in 3 Familienbüchern zusammengestellt:

  • Baumholder Teil I: Ev.- ref. Kirche Baumholder mit Filialen 1679-1798
  • Baumholder Teil II: Katholische Pfarrei Baumholder mit Filialen 1681-1798
  • Ev. Lutherische Pfarrei Baumholder 1700-1822

Diese und andere Familienbücher erleichtern die Rekonstruktion der Generationenfolge und der familiären Zusammenhänge enorm.

Öffentliche und kirchliche Archive

Bedingt durch die unterschiedlichen öffentlichen und kirchlichen Verwaltungsstrukturen und deren Veränderungen in der Vergangenheit werden auf Baumholder bezogene Archivalien in verschiedenen öffentlichen und kirchlichen Archiven aufbewahrt. In erster Linie können folgende Archive für die örtliche Familienforschung aufschlussreich sein:

  • Landeshauptarchiv in Koblenz, Karmeliterstraße 1, 55068 Koblenz, Tel.: 0261 9129-0
  • Landesarchiv in Speyer, Otto-Mayer-Straße 9, 67346 Speyer, Tel.: 06232 9192-0
  • Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland – Ev. Archivstelle Boppard –Mainzer Straße 8, 56154 Boppard, Tel.: 06742 86194
  • Zentralarchiv der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer, Domplatz 5, 67346 Speyer,Tel.: 06732 667-180
  • Bistumsarchiv Trier, Jesuitenstraße 13b, 54290 Trier, Tel.: 0651 71050

Arbeitsgemeinschaften und Vereine

Es gibt viele Arbeitsgemeinschaften und Vereine, in denen sich regionale Familienforschung organisiert hat. Gegebenenfalls kann eine Kontaktaufnahme oder Mitgliedschaft hilfreich sein.

Computer und Internet

Familienforschung ist nicht nur mit der Sammlung von Daten, sondern auch mit der Auswertung und Verwaltung dieser Informationen verbunden. Ein Computer kann dabei ausgesprochen nützlich sein. Es gibt mittlerweile viele Programme, welche die Verarbeitung der gewonnenen Informationen in ansprechende Stammbäume und Verzeichnisse leisten.
Ein gutes und günstiges Programm ist „Familienstammbaum“. Dieses Programm ist mit internationalen Datenbanken vernetzt und kann auch zur erweiterten Suche im Internet verwendet werden. Es ist im Buchhandel und in den Softwareabteilungen der Kaufhäuser erhältlich.
Das Internet selbst bietet eine Vielzahl von Angeboten zur Familienforschung, die durchaus auch für die konkrete örtliche Arbeit nützlich sein können. Beispielsweise mit Verzeichnissen der Archive und Bibliotheken, Quellenhinweisen, Adressen von Organisationen und vielem mehr.

Familie Henze

Geschrieben von Jürgen Henze am in Ehemalige und neue Bürger, Familienforschung, Familiengeschichten

Hans Henze wurde 1904 als zweiter von drei Söhnen des Finanzbeamten Otto Henze und seiner Ehefrau Anna, geborene Schwarzkopf, in Söllichau bei Jüterbog in Sachsen-Anhalt geboren. Aufgewachsen in Berlin-Neukölln absolvierte er nach seiner Schulzeit eine Kaufmannslehre und fand zunächst Beschäftigung in verschiedenen Berliner Geschäften, unter anderem in der Teppichbranche.

1936 heirateten er und die kaufmännische Angestellte Edith Lein aus Berlin-Schöneberg, mit der er drei Söhne, Jürgen (1937), Rainer (1940) und Hartmut (1943), hatte.

Wohnhaft in Berlin-Treptow, arbeitete Hans Henze zunächst bei der Deutschen Reichsbahn und später bei der Deutschen Arbeitsfront, ehe er 1943 zur Wehrmacht eingezogen wurde. Den Krieg verbrachte er überwiegend an der Ostfront, wo er gegen Ende des Krieges in russische Gefangenschaft geriet. Er konnte jedoch fliehen und zog zu einem Kriegskameraden im Kreis Diepholz in Niedersachsen, auf dessen Bauernhof er eine Zeit lang als Knecht Beschäftigung fand.

Edith Henze ließ sich wegen der zunehmenden Luftangriffe auf Berlin 1943 mit ihren Kindern nach Masuren in Ostpreußen evakuieren. Als die Russen 1944 immer näher an die deutsche Reichsgrenze heranrückten, wurde sie mit ihren Kindern ins Sudetenland weiter evakuiert Von dort flüchtete sie nach Kriegsende in einem wochenlangem Fußmarsch zurück nach Berlin. Ihre Wohnung im sowjetischen Sektor der Stadt hatten inzwischen zwei kommunistische Familien mitsamt Inventar übernommen. So bemühte sie sich um Ausreise zum Zweck der Familienzusammenführung in die Britische Zone nach Niedersachsen, was ihr 1946 genehmigt wurde.

Mangels ausreichender Beschäftigung begab sich Hans Henze 1952 von Niedersachsen nach Rheinland-Pfalz, wo er einige Jahre als Angestellter bei der US Army und anschließend bis zu seinem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben auf dem Truppenübungsplatz Baumholder als Angestellter bei der Bundeswehr beschäftigt war.

Edith und Hans Henze sind 1991 beziehungsweise 1992 gestorben und haben ihre letzte Ruhe auf dem Friedhof von Baumholder gefunden.

Gästebuch

  • Birgit Harth , Saarbrücken-Dudweiler / 18. Mai 2018:
    Ein herzliches Dankeschön der Baumholder Geschichtswerkstatt , besonders an Fam....
  • Kathrin Schmitt / 20. April 2018:
    Vielen Dank für die spannenden und tollen Geschichten. Diese lesen...
  • Jane Taubert / 30. Mai 2017:
    Dieser Eintrag kommt sehr spät, aber dafür umso herzlicher. Ich...
  • Walter Michael Scharf / 25. April 2017:
    It is with great pleasure that I recommend geschichtswerkstatt-baumholder.de. The...
  • Kühn / 21. Februar 2017:
    Die "Geschichtswerkstatt-Baumholder" ist vielfältig mit aussagekräftigen Informationen im Detail und...

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